Bericht vom Illmensee

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Hans
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Beitragvon Hans » 22.02.2013, 23:27

:JGS:

Wenn ich mir eine Angelkarte kaufe dann hält man sich an die vereinbarten Regeln. Egal ob sie mir als unpassend erscheinen.
Gruß Hans

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jaxxler
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Beitragvon jaxxler » 22.02.2013, 23:56

So sehe ich das auch!
bin froh das es überhaupt die möglichkeit gibt an
tollen stellen zu angeln...
....easy going
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Bulli
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Beitragvon Bulli » 23.02.2013, 10:53

Ich bin jetzt übers Wochenende am Bodensee und wollte mir gestern kurz den Illmenssee anschauen. Aber soweit kam es nicht... es gab stellenweise übelste Schneeverwehungen und ich lag mit meinem Smart schon fast quer auf der Straße. Ich wollte nichts riskieren und bin wieder zurück auf die Bundesstraße :(

War das jetzt eher eine Außnahme oder ist diese Region bekannt dafür (harte Winter)? Allerdings war es gestern schon wirklich recht windig.

Gruß

schweyer
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Beitragvon schweyer » 23.02.2013, 12:09

Bulli hat geschrieben:War das jetzt eher eine Außnahme oder ist diese Region bekannt dafür (harte Winter)? Allerdings war es gestern schon wirklich recht windig.

Gruß


Hallo Bulli,

um vom Bodensee an den Illmensee zu gelangen, musst Du den Bergzug des Höchstens bzw. die Höhen von Heiligenberg überwinden und da gehts auf über 800 Meter rauf. Folglich ist schon mit ordentlichen Schneemengen zu rechnen.

Das Wetter am Illmensee selbst kann schon recht "seltsam" sein. Ich hab schon oft erlebt, dass speziell im Frühjahr oder Herbst über ganz Deutschland die Sonne gelacht hat, nur der Illmensee lag im dichten Nebel, was mit entsprechender Kleidung aber auch sehr reizvoll sein kann.
Auch ist mit telweise sehr starken Winden zu rechnen. Als Grund dafür seh ich die Lage direkt am Bergrücken des Höchstens.

Zum Illmensee selbst. Der Illmensee gehört zu den schwierig zu befischenden Gewässern. Kommen und fangen ist in aller Regel nicht, obwohl er über einen sehr guten Fischbestand verfügt. Für Raubfischangler ist ein Boot empfehlenswert, die Fänge vom Ufer sind eher Zufallsfänge. Eigene Boote sind nicht erlaubt, können aber gegen eine moderate Gebühr gemietet werden. Angeln mt Kunstködern kann auch recht mühseelig sein, da Angelstellen oft belegt sind und die Möglichkeiten zum Auswerfen dadurch sehr begrenzt.
Der hohe Angeldruck hat sich in den letzten zwei Jahren wegen oben angeführten Reglementierungen etwas abgemildert. Der Monat Mai sollte aber gemieden werden, da es jeden nach Freigabe am 1. Mai ans Wasser zieht.
Wer in Ruhe seiner Angelei nachgehen will, ist am Illmensee oft auch Fehl am Platz, da sich bei schönen Wetter ganze Völkerscharen um den See bewegen.
Für Fragen steh ich gerne zur Verfügung.

Gruß Thomas

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Faulenzer
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Re: Bericht vom Illmensee

Beitragvon Faulenzer » 01.06.2018, 14:04

Hallo Zusammen! Morgen werde ich das zweite mal den Illmensee besuchen. Ich studiere nun schon seit 1 Stunde die Tiefenkarte, was ich besser vorm ersten Besuch auch getan hätte. Ich habe auch sehr viel im I-Net geforscht und frage mich nun ob ich nicht eine Wels Rute und das Wallerholz einpacken soll. Hat es jemand von Euch schon gezielt auf Wels im Illmensee probiert?

Gruß, Andreas
Machs mit Gummi :8)

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Faulenzer
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Re: Bericht vom Illmensee

Beitragvon Faulenzer » 03.06.2018, 13:50

Hallo Zusammen!

Gestern war ich am Illmensee! Leider hat es mit meinem Plan um 5 aufstehen nicht ganz geklappt, so war ich erst gegen halb 9 am Gewässer.

Am Boot angekommen, wollte ich mir erst ein paar Rotaugen fangen. Hat sich etwas gezogen, aber ein paar schöne „Hechtportionen“ waren am Ende doch gefangen. Beim Steg waren sehr viel kleine Barsche. Dazwischen zogen auch ein paar größere die Runden. Also gleich an die Spinnrute einen kleinen Wobbler und entlang den Booten geworfen. Trotz zahlreicher Köderwechsel, blieb es nur bei Nachläufern! Das Wasser ist sehr klar und ich vermute Geflochtene+ Stahlvorfach haben Ihren Beitrag geleistet. Von der Größe schätze ich bis Mitte 30 cm.

Als erstes bin ich an das Südufer Richtung Einlauf Andelsbach gerudert. Dabei habe ich einen Wobbler auf ca. 1 m geschleppt. Am Südufer Angekommen, habe ich meine 2 Ruten ausgebracht. Eine Rute Oberflächennah und eine auf 3m die im Bereich der 4 und 6 m Kante lag. An der Süd Ost Seite ist bis zur 2m Kante sehr viel Unterwasser-Vegetation. Hier sind auch „kleinere“ Buchten. Hier sah ich auch viel Karpfen. Zwischenzeitlich ist auch der erste Schwimmer (3m) untergetaucht und ich konnte einen 55cm Hecht landen.

Am Ostufer ist ein schöner Schilfgürtel wo auch mal ein Baum unter Wasser liegt. Viel Beutefisch und ein sehr steil abfallendes Ufer ca. 13m vom Schilf ist man schon bei guten 8 Metern. Ich habe hier mein Glück mit Gummifisch auf Zander probiert. Die Stelle riecht nach Zandern. Denke in der Dämmerung oder früh morgens mit Köfi an der Pose knapp vorm Schilf könnte was gehen. Bei einem Wurf ca. 1 m vors Schilf, knallte bei der ersten Absink-Phase ein Hecht mit ca. 50cm auf den Gummifisch (ca. 2m Tiefe).

Nun war es schon 11.30 Uhr und ich bin auf das 16m Loch gesteuert welches zwischen Halbinsel und Einlauf liegt. Hier habe ich 2 Tauwurmbündel auf 8m und 10m geschickt. Der Bereich ist zwischen 12 und 16 m Tief wobei die Kanten Richtung Südufer steiler abfallen. Ich habe ca. 2 Stunden geklopft ohne Erfolg. (Echolot ist am Ilmensee verboten). Das Ganze habe ich am 2 Loch zwischen Bootsstege und Halbinsel versucht. Ebenfalls erfolglos. Da ich keinen Schirm dabeihatte, brauchte ich Schatten. Ich bin zurück zum Bootsverleih und erst einmal zum Kiosk. Nach einem Radler und einer Roten, habe ich mich erst einmal ins Boot gelegt und die Zeit bis um 17.00 Uhr entspannt. Mit neuen Köfis bin ich dann Richtung Halbinsel aufgebrochen. Auch hier fällt die Kante sehr schnell ab. Hier liegt auch sehr viel Baum im Wasser. Passt auf! Hier ist Hänger Gefahr! Die Seite Richtung Röschbucht sieht vielversprechender (Zander Barsch) aus wie die Richtung Bootsstege. Da mir die Sonne noch zu viel war, bin ich in eine kleine Bucht die schon im Schatten lag. Hier gab es auch viele Seerosen am Ufer entlang. Habe hier 1 Köfi an der Pose auf Grund gelegt und mit einem Blinker, die Umgebung erkundet ob nicht irgendwo ein Hecht steht. Als ich den Blinker an einem Baum vorbeizog. (Langsam geführt) knallte wieder ein Hecht darauf. 3m vorm Boot hat er sich losgeschüttelt. Dieser hätte jedoch bestimmt das Schonmaß welches bei 60cm liegt erreicht gehabt. Ein Uferangler hat hier einen Aal gefangen. Von der Ferne aus muss es ein schöner gewesen sein. Ich bin dann auf die andere Seite und habe ca. 20m weg vom Ufer geankert und 2 Köfis auf Grund gelegt. Ich habe sie an die Kante treiben lassen, lagen beide auf ca. 2,5 bis 3 m. Eine Pose ging dann auch sehr gemütlich auf Tauchfahrt. Da mir aber die Tatsache mit den Bäumen im Wasser doch etwas heikel wurde, schlug ich an aber ins leere.
Hier war aber mit absoluter „bissfester“ Sicherheit ein Zander am Werk.

Fazit: Ich behaupte der Illmensee hat einen sehr guten Raubfisch bestand und ist auch einen Tagesausflug wert und auch nicht eine allzu schwierige Nuß. Warum die einheimischen in der Seemitte schleppen, ist mir nicht bewusst. Aber höchstwahrscheinlich lauern hier die großen Hechte. Das am Bootssteg wie man öfters liest ein guter Barsch Hotspot ist, kann man so bestätigen. Wie in allen Gewässern ziehen Zander die Kanten entlang, da wo Beute ist. Hier findet man genügend gute Stellen. Tendenziell würde ich den Köfi dem Gummifisch bevorzugen. Aber wie immer gilt hier auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Leider habe ich mein Handy im Auto liegen lassen, somit konnte ich keine Bilder machen. Ein Fotoandenken aus der öffentlichen Fotobox werde ich allerdings noch bekommen. Passt auf dem Nachhauseweg auf es gibt zahlreiche Blitze unterwegs in den Ortschaften bis zur Autobahn. Denkt auch an den Sonnenschirm. Boote könnt Ihr bei der Fam. Hecht auch telefonisch reservieren. Die Boote sind in einem super Zustand und sehr gepflegt.
Machs mit Gummi :8)

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Mitschman
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Re: Bericht vom Illmensee

Beitragvon Mitschman » 04.06.2018, 08:28

Hallo Faulenzer,
vielen Dank für den ausführlichen Bericht und die guten Infos zum Illmensee! Interessant.

Grüße von Michael

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Re: Bericht vom Illmensee

Beitragvon 23tedric » 04.06.2018, 09:01

Super Bericht, vielen Dank dafür! :JGS:
Oberboihingen bis Stuttgart


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