Petri Dank an alle!
@Esslingen: Auf jeden Fall!
So schwer ist das auch nicht, es gibt eigentlich nicht so viel zu beachten.
Erstmal sollte es im Fluss Waller geben. Ich weiß nicht wie es damit bei dir aussieht, aber sollte es eigentlich ein paar haben.
der Köder ist gar nicht mal so wichtig: Er muss fressbar für den Waller sein und er sollte Eiweiß und Fett als Duftspur ins Wasser abgeben. Das ist alles! Natürlich haben viele das Wallerangeln für sich entdeckt, die aus allem eine Wissenschaft machen müssen.
Aber Fakt ist: der Waller ist kein Mensch! Der Waller hat da unten am Grund kein Buffet,er sagt sich nicht "Hey, heute fresse ich mal Würmer zur Abwechslung, gestern hatte ich ja schon toten Fisch und morgen hau ich mir vergammelte Calamaris rein. Er frisst was er findet und er findet es, indem er der Duftspur folgt.
Und der Waller hat auch kein Brehms Tierlexikon oder einen Tackle-Katalog da unten, sondern er hat kleine Augen und ihm ist es auf Nahrungssuche noch dazu bei Dunkelheit völlig egal ob der Köder "natürlich" aussieht oder nicht. Es riecht, es schmeckt, es wird gefressen!
Es gibt aber auch ganz klare Fehler die man machen kann, offen liegendes Metall zum Beispiel, egal ob vom Haken oder auch vom Blei, deshalb packe ich den Haken gut in den Köder ein und benutze ein langes Vorfach.
Krach sollte man auch nicht machen, da sind Waller sehr empfindlich. Selbst reden ist blöd, noch dazu wird jeder Ton von der gespannten Schnur wie mit einer Gitarren-saite ans Wasser abgegeben. Kann einen Waller vom Biss abhalten und man wird es nie erfahren.
Und dann immer wieder ungern gesehen: Kopflampen! Oft merken manche nicht mal, wie übel sie beim Gespräch und den natürlichen Kopfbewegungen dazu und eingeschalteter Lampe die Wasserfläche abfunzeln und so die Waller verscheuchen. 2 Sekunden können reichen um alles zu verjagen. Mögen sie auch nicht. Deshalb lasse ich sowas beim Wallerangeln so lange im Rucksack, bis ich sie wirklich brauche, wenn ich sie überhaupt benutze. Ist die letzten Jahre nicht mehr vor gekommen.
Spot: Ein unbewachsenes Ufer mit freiem Wasser ohne Hindernisse ist immer besser, auch wenn Stellen wegen überhängender Bäume besonders erfolgversprechend wirken. Der Waller flüchtet ins Gehölz und ist so gut wie weg, dazu reichen oft ein paar Meter Schnur von der Rolle. Leg den Köder an den Rand der Fahrrinne wo es keine Hindernisse gibt und lass die Duftspur den Rest machen. Wenn einer die Witterung aufnimmt, dann kommt er zu dir und nicht umgekehrt.
Soo, das waren meine Tipps zum Ansitzangeln auf Waller am Neckar.
Und heute Abend würde ich ans Wasser gehen, werde ich auch, und morgen vor Sonnenaufgang, beste Zeit überhaupt, weil: Die Waller müssen nicht erst noch aktiv werden wie Abends, sondern sie sind noch aktiv
Gruß Jörg