Petri Thomas! Die kleinen Rapfen sind sind grad richtig gierig...
Ein paar Erlebnisse habe ich zu berichten:
Erstens, der Hammerfang 2014: ein Kormoran auf Rapala-Countdown! Vor ein paar Tagen gings zum schwimmen mit meiner Frau an den Altarm. Die Rute ist immer dabei und so probierte ich in den späten Nachmittagstunden einen Rapfen zu fangen. Gerade als ein paar Kanuten vorbei kamen startete ein junger Kormoran von der anderen Flussseite zu einem Tauchgang, was wir aber nicht direkt mitbekamen, sondern nur einen lauten Platscher in der Mitte der Strömung. So warf ich den Coundown dort an die Strömungskannte und zupfte ihn langsam ein. Dann ging alles ganz schnell: der Kormoran taucht auf, wieder ab, Schlag in der Rute und ich hatte den Vogel am Rücken gehakt. Der Drill war so krass, dass ich jetzt noch anfange zu zittern, wenn ich davon schreibe. Komischer Weise kämpfte er überwiegend unter Wasser und so konnte ich ihn nach und nach müde machen. Meine Frau stand schon mit dem Messer bereit, "um ihn so nah wie möglich abzuschneiden" (dachte meine Frau)

... er war so in Rage, das es undenkbar war, ihn zu packen... doch er 'schlitzte' aus und verschwand direkt in den Fluten. Kurze Zeit nach Ankunft auf seinem Stein setzte der Sauhund seine Jagd fort, nicht erfolgreich, genau wie ich auch an diesem Tag.
An der gleichen Stelle beobachtete ich mehrere Tage immer wieder an der gleichen Stelle steigende Nasen. Im Baumschatten an der Stömungskannte sammelten sie eine bestimmte Algenart, die an der Oberfläche als münzgroße 'Taler' schwamm. Meine ausgewählten Fliegen nahmen sie aber nicht, auch nicht am 12er FC. Lediglich kleinere Fischchen versuchten ein paar mal sich meine olivfarbenen Trockenfliegen wegzusaugen. Ich werde dranbleiben... auch die Döbel steigen immer wieder mal am Abend und manchmal lohnt es sich, sie mit kleinen Trockenfliegen anzuwerfen.
Gestern morgen zog es mich in der Früh um vier raus ans Wasser. Ich hatte eine ganz bestimmte Stelle im Kopf, die mir in der Vergangenheit in Hitzezeiten am frühen Morgen schöne Fische brachte. Unausgeschlafen aber voller Hoffnung fing ich an zu werfen und bekam schon bald ein paar Rapfen. Da diese Stelle nur von wenigen Anglern besucht wird (man muss durch starke Strömung laufen um dort hinzu kommen) war meine Motivation umso größer jetzt konzentriert und aufmerksam den Platz mit schlanken Twitchbaits nach Zandern abzusuchen. Es sollte nicht lange dauern, bis der erste zupackte. Ein guter Fisch, der sich aber selbst releaste
Keine fünf Minuten später biss dann wieder ein Glasauge in der gleichen Größe. Eine kleine unscheinbare Rinne im knietiefen Wasser gibt es dort. Ganz flachlaufende Suspender brachten mir die Bisse in der Spinpause.
Als es dann heller wurde wechselte ich auf einen Stickbait der mir zuletzt noch einen Hechtbiss und einen kleinen Döbel bescherte. Insgesamt ein toller Morgen, der mich motiviert hat öfters ganz früh auf zu stehen. In den Abendstunden ging bei uns seit Beginn der Hitze fast nichts. Nur kleine Rapfen...
Fotos gibt es heute nur eins, von einem anderen auch sehr attraktiven Stück Altarm des Neckars. Meine Handykamera macht nur noch verschwommene dunkle Fotos, deshalb wird es in nächster Zeit wohl nichts mit schönen Fangfotos bei mir... Vielleicht borg ich mir die kleine Kamera von meiner Frau...
Steinmontage Wür kapitale Waller mit Chihuahua:
