Re: Futterboot Selfmate by Jo
Verfasst: 08.10.2017, 23:18
Dann geb ich auch mal wieder meinen Senf dazu, geiles Thema!
Antrieb: Ganz nach hinten, der Propeller sollte bündig mit dem Heck abschließen. Es sei denn, du willst dein Heck immer schon sauber gepustet haben und dafür in Kauf nehmen, dass die Luft, die die Oberfläche des Hecks trifft fast wirkungslos und völlig unnötig verpufft. Ich bin mir nicht ganz sicher, aus welchem Grund er auf der Zeichnung so weit vorne angebracht ist, das Gewicht des Propellers/ Motors ist jedenfalls zu vernachlässigen, an Gewichtsverteilung und Schwerpunkt muss man bei der Konstruktion und Antrieb keinen Gedanken verschwenden. Das trimmt man dann auf dem Wasser aus-fertig. Bei einem Hebel von 60cm Länge (Länge des Bootes) müßte der Antrieb ohne Akkus schon mehrere Kilos wiegen um das Boot nicht austrimmen zu können. Bei deiner Konstruktion hast du den Freibrief den Antrieb so effizient wie möglich an zu bringen, und das ist ganz hinten.
Neigen würde ich dem Antrieb nicht, damit würdest du nur die natürliche Bewegung deines gut ausgetrimmten Bootes bekämpfen. Macht man nicht. Das regelt man mit der Trimmung, bzw in diesem Fall der Unterbringung des Akkus. Wenn du den Luftstrom gerade nach hinten ausrichtest und das Boot beim Anfahren mit dem Bug eintaucht, dann ist das Boot schlicht und einfach falsch ausgetrimmt.
Ruder: Zu klein und zu dicht bei einander. Auch hier hast du wieder die Länge des Bootes als Hebel gegen die Wirkung deiner Ruder. Mein Tipp: Vergrößere die Ruderfläche mit Blech um min. das Doppelte, kann man ja einfach auf die vorhandenen Ruder aufschrauben. Und dann weiter auseinander, muss bei der Konstruktion zwar nicht unbedingt sein, weil die Stabilität über die Ausleger erzeugt wird, aber je weiter auseinander, um so weniger wird sich das Boot in Kurven neigen. Aber allein schon wegen dem Kraut im Wasser würde ich sie weiter auseinander setzen,so dicht bei einander bleibt jedes Kraut hängen, bei einzeln stehenden kann das Kraut besser abrutschen.
Auf keinen Fall würde ich die Halter kürzen, direkt hinter den Rumpf fließt kein Wasser, was eine Ruderwirkung erzeugen könnte, da hats maximal Turbulenzen. So wie sie auf der Zeichnung angeordnet sind hast du eh fast nur den Teil der Ruder, die unter dem Rumpf heraus ragen als effiziente Ruderfläche. Wenn du die Ruder noch näher an den Rumpf bringst, verlierst du noch mehr Ruderleistung.
Ausleger: Die Ausleger sollen 2 Kilo Futter tragen-kein Problem vom Gewicht her. Das Problem ist, dass so viel Futter eine Menge Volumen hat und das ist in dem Fall wichtiger als das Gewicht des Futters. Wo willst du die in den Ausleger unterbringen, ist da so viel Platz dass du so einen Haufen Futter da rein packen kannst?
Und ganz allgemein muss ich noch was loswerden. Im Prinzip finde ich es gut, wenn man eigene Wege geht und was neues, eigenes ausprobieren will. Das macht ja auch wirklich Spaß. Deshalb will ich dich nicht bequatschen, mußt du wissen was dir daran am wichtigsten ist. Aber ich habe eben Schiffstechnik gelernt und ich kann dir sagen, was du mit deiner Konstruktion versuchst ist ausprobieren, ob ein achteckiges Rad vielleicht doch besser rollt als ein rundes. Du machst es dir unnötig schwer und ich glaube auch nicht, dass es besonders praktikabel sein wird, was den Spaß an der Sache schmälert. Fast alle Vorteile, die ein Auslegerboot normalerweise mit sich bringt, Schnelligkeit, Wendigkeit z.B., kommen bei deiner Konstruktion nicht zum Zug, allein schon, weil der Hauptrumpf so breit ist. Stabilität wird es haben, die ich aber nicht für so wichtig halte. Wenn das Gewicht gut verteilt und der Rumpf dicht ist wird es schon nicht umkippen.
Natürlich kriegt man viele Tipps, jeder hat eine Meinung, aber die Leute mit Ahnung erkennst du daran, dass sie dir von deiner Konstruktion erstmal abraten. Du schaffst dir damit viele unlösbare konstruktionsbedingte Schwierigkeiten. Diese Erfahrung kann man sich eigentlich sparen, was Boote und Schiffe angeht muss man das Rad nicht neu erfinden.
Aber ich finde es wiederum auch gut, dass du bei deiner Konstruktion bleiben willst. Hat was von "Der Weg ist das Ziel". In dem Fall der Weg hin zu einem Katamaran, einfach weil es die perfekte Konstruktion für ein Futterboot ist.
Soo, das waren meine Two Cents für heute.
Bin sehr gespannt auf das fertige Boot, wird sicher interessant aussehen, auf jeden Fall einzigartig.
Gruß Jörg
Antrieb: Ganz nach hinten, der Propeller sollte bündig mit dem Heck abschließen. Es sei denn, du willst dein Heck immer schon sauber gepustet haben und dafür in Kauf nehmen, dass die Luft, die die Oberfläche des Hecks trifft fast wirkungslos und völlig unnötig verpufft. Ich bin mir nicht ganz sicher, aus welchem Grund er auf der Zeichnung so weit vorne angebracht ist, das Gewicht des Propellers/ Motors ist jedenfalls zu vernachlässigen, an Gewichtsverteilung und Schwerpunkt muss man bei der Konstruktion und Antrieb keinen Gedanken verschwenden. Das trimmt man dann auf dem Wasser aus-fertig. Bei einem Hebel von 60cm Länge (Länge des Bootes) müßte der Antrieb ohne Akkus schon mehrere Kilos wiegen um das Boot nicht austrimmen zu können. Bei deiner Konstruktion hast du den Freibrief den Antrieb so effizient wie möglich an zu bringen, und das ist ganz hinten.
Neigen würde ich dem Antrieb nicht, damit würdest du nur die natürliche Bewegung deines gut ausgetrimmten Bootes bekämpfen. Macht man nicht. Das regelt man mit der Trimmung, bzw in diesem Fall der Unterbringung des Akkus. Wenn du den Luftstrom gerade nach hinten ausrichtest und das Boot beim Anfahren mit dem Bug eintaucht, dann ist das Boot schlicht und einfach falsch ausgetrimmt.
Ruder: Zu klein und zu dicht bei einander. Auch hier hast du wieder die Länge des Bootes als Hebel gegen die Wirkung deiner Ruder. Mein Tipp: Vergrößere die Ruderfläche mit Blech um min. das Doppelte, kann man ja einfach auf die vorhandenen Ruder aufschrauben. Und dann weiter auseinander, muss bei der Konstruktion zwar nicht unbedingt sein, weil die Stabilität über die Ausleger erzeugt wird, aber je weiter auseinander, um so weniger wird sich das Boot in Kurven neigen. Aber allein schon wegen dem Kraut im Wasser würde ich sie weiter auseinander setzen,so dicht bei einander bleibt jedes Kraut hängen, bei einzeln stehenden kann das Kraut besser abrutschen.
Auf keinen Fall würde ich die Halter kürzen, direkt hinter den Rumpf fließt kein Wasser, was eine Ruderwirkung erzeugen könnte, da hats maximal Turbulenzen. So wie sie auf der Zeichnung angeordnet sind hast du eh fast nur den Teil der Ruder, die unter dem Rumpf heraus ragen als effiziente Ruderfläche. Wenn du die Ruder noch näher an den Rumpf bringst, verlierst du noch mehr Ruderleistung.
Ausleger: Die Ausleger sollen 2 Kilo Futter tragen-kein Problem vom Gewicht her. Das Problem ist, dass so viel Futter eine Menge Volumen hat und das ist in dem Fall wichtiger als das Gewicht des Futters. Wo willst du die in den Ausleger unterbringen, ist da so viel Platz dass du so einen Haufen Futter da rein packen kannst?
Und ganz allgemein muss ich noch was loswerden. Im Prinzip finde ich es gut, wenn man eigene Wege geht und was neues, eigenes ausprobieren will. Das macht ja auch wirklich Spaß. Deshalb will ich dich nicht bequatschen, mußt du wissen was dir daran am wichtigsten ist. Aber ich habe eben Schiffstechnik gelernt und ich kann dir sagen, was du mit deiner Konstruktion versuchst ist ausprobieren, ob ein achteckiges Rad vielleicht doch besser rollt als ein rundes. Du machst es dir unnötig schwer und ich glaube auch nicht, dass es besonders praktikabel sein wird, was den Spaß an der Sache schmälert. Fast alle Vorteile, die ein Auslegerboot normalerweise mit sich bringt, Schnelligkeit, Wendigkeit z.B., kommen bei deiner Konstruktion nicht zum Zug, allein schon, weil der Hauptrumpf so breit ist. Stabilität wird es haben, die ich aber nicht für so wichtig halte. Wenn das Gewicht gut verteilt und der Rumpf dicht ist wird es schon nicht umkippen.
Natürlich kriegt man viele Tipps, jeder hat eine Meinung, aber die Leute mit Ahnung erkennst du daran, dass sie dir von deiner Konstruktion erstmal abraten. Du schaffst dir damit viele unlösbare konstruktionsbedingte Schwierigkeiten. Diese Erfahrung kann man sich eigentlich sparen, was Boote und Schiffe angeht muss man das Rad nicht neu erfinden.
Aber ich finde es wiederum auch gut, dass du bei deiner Konstruktion bleiben willst. Hat was von "Der Weg ist das Ziel". In dem Fall der Weg hin zu einem Katamaran, einfach weil es die perfekte Konstruktion für ein Futterboot ist.
Soo, das waren meine Two Cents für heute.
Bin sehr gespannt auf das fertige Boot, wird sicher interessant aussehen, auf jeden Fall einzigartig.
Gruß Jörg