So, dann melde ich mich auch mal wieder.
War am Montag und am Dienstag endlich mal wieder für jeweils ein paar Stündchen am Neckar unterwegs. Wieder ergaben sich, wie so oft am Neckar, neue Erkenntnisse.
Montag:
Zu Beginn Wathose an und ab mit der Fliegenrute los. Das Wasser war etwas erhöht und über den Winter hat sich die Ufervegetation etwas verändert (die Stadt hat wohl per Arbeitsbeschaffungsmaßnahme einige Leute mit Motorsägen eingestellt). Bei nicht allzu leichten Bedingungen fand mein Streamer leider keinen Anklang. Irgendwie war ich jedoch der Meinung, dass das Wasser eigentlich wirklich "gut" sei, und heute doch was gehen müsste. Also wieder zurück ans Auto und die Spinnausrüstung genommen. Ein paar Würfe und die erste Forelle war am Haken. Kurz vor dem Kescher konnte sich die Forelle jedoch wieder verabschieden. Na ja, so ist das, wenn man den Kescher nicht immer aufgeklappt hat. ERKENNTNIS Nr. 1: Kescher immer aufklappen und ausziehen, bevor angefangen wird, zu angeln.
Mit neuem Mut weitergefischt, unscheinbaren Spot erkannt, 2m-Wurf und wieder ne Forelle dran. Diesmal, unter Beachtung von Erkenntnis 1, ging alles gut und einen wirklich schöne 44er Bachforelle landete im Kescher. Danach noch einige verdächtige Spots abgefischt, jedoch keinen Fischkontakt mehr.
Für den ersten Angeltag 2014 ging ich zufrieden nach Hause.
Dienstag:
Diesmal begann ich gleich mit der Spinnrute, suchte mir am gleichen Abschnitt das gegenüberliegende Ufer aus und war gezielt auf der Suche nach unscheinbaren Spots. Somit gelangen wir zu ERKENNTNIS 2: Wenn auf der Strecke wirklich gute Spots sind, suche gezielt andere Stellen, die vielleicht etwas weniger "gut" aussehen.
Ich bekam sehr schnell Fischkontakt und konnte gleich die erste Forelle landen. Leider nur 29,99 cm und somit musste ich sie schonend zurücksetzen

Ich versuchte nun die Erkenntnis 2 noch extremer umzusetzen und fischte phasenweise nur 30 cm vom Ufer in wirklich unscheinbaren Vertiefungen. Hierfür eignete sich kein Spinner und ich rüstete auf Wobbler um. Und was soll ich sagen, der Plan ging auf und war eine superspannende Angelei. Den Suspender wirklich nur kurz vor mich gelegt und leicht angetwicht, schossen die Forellen drauf. Manchmal folgten sie dem Wobbler und da ich sie sehen konnte, stoppte ich, twitchte wieder und ließ ihn einfach in der Strömung trudeln. Zack wieder drauf. Somit ERKENNTNIS 3: Wenn dich die Forelle gesehen hat, kannst du sie trotzdem noch fangen! So ging das weiter und ich hatte mindestens 10 Bisse. Und hierzu nun die ERKENNTNIS 4: Keine der Forellen wurde unnötig verangelt, da ich meine Wobbler auf Einzelhaken umgerüstet habe!
Leider konnte ich keine der Forellen so haken, dass ich sie "fangen" konnte. Entweder sie hing erst gar nicht oder löste sich kurz nach Drillbeginn. Ich ging zwar davon aus, dass ich durch das Umrüsten auf Einzelhaken nicht alle Bisse "verwerten" kann, aber mit einer derart hohen Fehlbissrate habe ich nicht gerechnet. Na ja, ich werde dieses Angeln in nächster Zeit definitiv verfeinern, da es wirklich ne geile Sache war. Und dadurch, dass an einem 6cm-Wobbler keine 2 Drillinge waren, gab es auch keine unnötigen Forellen-Bestattungen im Neckar
So gingen dann zwei interessante Angeltage zu Ende.
In diesem Sinne, geht raus ans Wasser und fangt was ...
Tight lines.
ServusBenny